Ein Vorspringer stielt allen die Show: Max Unglaube

25.​10.​2026

Dramatischer kann auch ein Krimi nicht sein als das Wettkampfwochenende der Skispringer beim Finale des Sommer-Grand-Prix in Klingenthal. Von der Harry-Glaß-Schanze in der Voigtland-Arena wollten 64 Springer und 46 Springerinnen beim letzten Springen der Sommer-Saison noch einmal zeigen, was in ihnen steckt. Und mitten unter den Athleten aus 19 Ländern war auch der Bad Freienwalder Max Unglaube. Bereits beim offiziellen Training am Freitag hatte er gezeigt, was er drauf hat. Mit zwei Sprüngen von 131 und 132 Metern brachte er sich in Position, denn nur die ersten 50 der 64 Starter kamen ins Finale am Sonnabend. Und da wollte er natürlich dabei sein. Die Anspannung stieg! Mit Startnummer 2 landete er dann in der alles entscheidenden Qualifikation einen unglaublichen Sprung von 142,5 Metern. Stadionsprecher und Reporter überschlugen sich vor Aufregung. Was hatte der 20jährige vom WSV 1923 aus Bad Freienwalde da vorgelegt. Doch dann der Schock: Disqualifikation! Schnell war die Frage des WARUM geklärt, die Länge der Skier passte nicht zum Gewicht des Springers oder kurz, der Springer war zu leicht für die Skier! Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, so könnte man ein bekanntes Wort zitieren. Aber was hilft es, die Regeln sind für alle gleich, auch wenn wieder ein paar Neunmalkluge das nicht einsehen wollten. Max analysierte es richtig: „Für mich war das Gewicht immer nicht so wichtig, aber das passiert mir bestimmt nicht noch einmal!“ Richtig so und zeig es ihnen, wollte man ihm zurufen. Und das tat er dann auch am folgenden Tag. Mit seinem Freitagsprung wäre er zwar Vierter der Qualifikation geworden – der nächste Deutsche kam auf Rang 19 – aber wie gesagt, disqualifiziert. Doch Max wollte es allen noch einmal zeigen, dass er zu den besten deutschen Skispringern gehört. Und so startete er eben als Vorspringer mit der Startnummer V 10. Und wieder überschlug sich der Stadionsprecher: Was für ein unglaublicher Sprung, dieser Vorspringer Max Unglaube aus Bad Freienwalde springt unglaubliche 149,5 Meter! Um diese Leistung richtig einzuschätzen, der K-Punkt dieser Schanze liegt bei 125 Metern , der Hillsize bei 140 Metern, der spätere Sieger gewann mit 140 und 147 Metern, keiner sprang weiter als Max Unglaube, der Vorspringer!  Und wenn es auch bei den Vorspringern Punkte gegeben hätte, dann wäre es auch dabei zu Spitzenwerten gekommen, so super war dieser Sprung. Max Unglaube hat sich mit dieser Leistung wärmstens für die A-Mannschaft der deutschen Skisprungelite empfohlen. Und wie er selber sagte, sei jetzt sein Ziel, beim Auftakt des Weltcups in Lillehammer am 20.11.2026 mit dabei zu sein! Wünschen wir ihm viel Erfolg dazu!

Um das Ergebnis des Wochenendes zu vervollständigen; Bei den Herren gewann Marius Lindvik aus Norwegen vor dem Japaner Ren Nikaido und Klemens Jonaik aus Polen. Bester Deutscher war Pius Paschke auf Rang 18. Gesamtsieger des Sommer-Grand-Prix wurde Naoki Nakamura aus Japan. Bei den Damen siegte die Norwegerin Is Midtskogen vor der Slowenin Nika Prevc und einer weiteren Norwegerin Eirin Maria Kvandal. Beste Deutsche wurde auf Rang 12 Agnes Reisch. Die Gesamtsiegerin heißt Ema Klinec und kommt aus Slowenien. Und schließlich gewann am Sonntag Norwegen vor Slowenien und Japan auch das Mixed-Springen, Deutschland belegte Rang 5.

Allen Siegern und Platzierten herzlichen Glückwunsch und für die Zukunft viel Erfolg!

Am nächsten Wochenende springen die Bad Freienwalder Nachwuchsadler beim Abendsprunglauf  in Bieberau. Damendrücken ist also wieder angesagt!

 

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