Die mobile Schanze ist auf dem Weg

29.​01.​2026

Gewaltig sieht sie schon aus, die mobile Schanze, die in den nächsten Tagen ihren Weg nach Bad Freienwalde antreten wird. Peter Riedel (links) und seine Mannen haben sie gebaut. Jetzt können sie sich freuen, dass es in Zukunft auch in Berlin und Umgebung wieder möglich sein wird, Ski zu springen. Denn, was viele nicht wissen, auch Berlin hat eine Skisprungtradition. 

„Als der Berliner Ski-Club Pallas im Januar 1924 zu Gast beim Märkischen Wintersporttag in Freienwalde war, wagte der junge Helmut Tornow einen Sprung von der dortigen Schanze. Nach seinem Sprung auf etwa neun Meter war das Feuer für den Skisprung-Sport entfacht. Das Zentrum des Ski-Club Pallas wurde die eigene Schanzenanlage bei Onkel Toms Hütte in Zehlendorf. Bis 1931 finden hier regelmäßig Sprungwettbewerbe statt. Beim vierten Verbandsoffenen Springen des Norddeutschen Skiverbandes (N.S.V.) im Januar 1929 sammelt sich um die Schanzenanlage in Zehlendorf eine riesige Zuschauermenge: Die Polizei zählte damals unglaubliche 20.000 Menschen.“, so heißt es auf tip.berlin.de am 04.02.2022. 1932 entstand dann die Schanzenanlage im Grunewald. Weiten bis 30 Meter waren dort möglich. Und der bekannteste Skispringer war der Norweger Birger Ruud, der 1936 in Garmisch-Partenkirchen sogar Olympiasieger wurde. Die Schanze am Teufelsberg wurde 1999 abgerissen.

In Bad Freienwalde allerdings lebte die Skisprungtradition weiter. Im dortigen Papengrund stehen heute vier moderne Schanzen für den Nachwuchs. Und nun kommt eine mobile Schanze dazu, die überall eingesetzt werden kann. Das Besondere daran, die K 1 kann jeder springen, jeder kann sich darauf ausprobieren. Und wer Lust und den Mut dazu hat, kommt am 08. Februar zwischen 10.00 und 16.00 Uhr im Berliner Sportforum vorbei. Vor der Eisschnellaufhalle ist die Schanze zu finden. Jeder kann sich ausprobieren, die Bad Freienwalder Adler helfen dabei. 

Für die Skisprungfans der Hauptstadt hat der WSV 1923 Bad Freienwalde einige interessante Gäste eingeladen. Mit dabei werden unter anderem sein

  • Helmut Recknagel, Olympiasieger 1960, Weltmeister 1960 und 1962, dreifacher Gewinner der Vier-Schanzen-Tournee

  • Jens Weißflog, dreifacher Olympiasieger 1984 und 1994, dreifacher Weltmeister, vierfacher Sieger der Vier-Schanzen-Tournee

  • Uli Wehling,  dreifacher Olympiasieger Nordische Kombination 1972, 1976, 1980, Weltmeister 1974 und Junioren-Weltmeister 1971

  • Eva-Maria Wernicke, Bronze-Medaillen-Gewinnerin bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 1973

  • Eberhard Riedel, der einzige alpine Skifahrer der DDR von Weltklasse, der an vier Olympischen Spielen im Abfahrtslauf, Riesenslalom und Slalom teilnahm.

Zu verdanken haben die Bad Freienwalder Adler die mobile Schanze den Erfolgen ihrer Sportlerinnen und Sportler bei internationalen und nationalen Wettkämpfen bis zu Starts im Weltcup und auch bei der Vier-Schanzen-Tournee sowie der Förderung durch das Land Brandenburg und den Landes-Sportbund Brandenburg.

 

Und natürlich gibt es auch in der Eissschnellaufhalle in der Konrad-Wolf-Straße an diesem Tag einiges Interessantes für Jedermann und Jedefrau zu erleben.

 

Skispringen in Berlin, Sportforum, Eisschnellaufhalle, Konrad-Wolf-Straße: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr, ab 6 Jahre.

 

Bild zur Meldung: Die mobile K1