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Nach zwei Kreuzbandrissen und zwei Jahren Pause läuft Moritz Terei wieder unter die ersten Zehn
30.08.2026
Die Kombinierer im nordischen Wintersport habe es schwer. Nicht nur, dass diese Disziplin jüngst aus dem olympischen Programm für 2030 geschmissen wurde, es fehlt ihnen auch am Nachwuchs. Und da gibt es wieder die alte Debatte, was war zuerst da: das Huhn oder das Ei. Zu wenig Kombinierer bedeuten kein Olympia, kein Olympia bedeutet fehlender Anreiz für die Leistungssportler. Umso interessanter der Vergleich am Wochenende: Deutschlandpokal der Spezialspringer im bayrischen Rastbüchl mit 77 Athleten, Deutschlandpokal der Nordischen Kombination in Oberhof mit gerade 50 Starterinnen und Startern. Ähnlich sieht es auch unter den Top-Athleten beim Wintersportverein 1923 in Bad Freienwalde aus: von den acht besten, die zur deutschen Nationalmannschaft gehören oder an Eliteschulen des Sports trainieren ist nur ein einziger Kombinierer und der heißt Moritz Terei. Moritz gehört zur deutschen Junioren-Nationalmannschaft in der Nordischen Kombination. In den letzten zwei Jahren hat man allerdings nicht viel von ihm gehört. Das hat einen plausiblen Grund. Zweimal riss bei ihm das Kreuzband, als er gewaltige Sprünge schaffte und hoffnungsvoll nach Olympia schielte. Wahrscheinlich hätte jeder von uns nach solch einem Missgeschick aufgegeben, nicht aber Moritz Terei. Er rappelte sich jedes Mal wieder auf. Und so konnte er am Wochenende nach nur vier Wochen Sprungtraining erstmals wieder in das Wettkampfgeschehen eingreifen. Verständlich, dass der Bad Freienwalder noch etwas zaghaft auf der Schanze war, und so landete er nach dem Springen am Sonnabend „nur“ auf Rang 19, am Sonntag war es dann Rang 17. Taktisch klug hing Moritz sich dann am Sonnabend über 10 km Rollerski an den laufstarken Noel Schmöller aus Rastbüchel und konnte sich so noch in der Ergebnisliste auf Rang 11 vorschieben. Was ihm da noch nicht ganz gelungen ist, schaffte er dann am Sonntag. Im Sprint über fünf km überholte er am letzten Berg noch einmal drei vor ihm und wurde so Zehnter. Nach zwei Jahren Verletzungspause beim ersten Wettkampfwochenende unter die ersten Zehn gesprungen und gelaufen, Hut ab und herzlichen Glückwunsch!
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