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SKIFEST DES FÜRSTENBERGER SPORTVEREINS IN EISENHÜTTENSTADT
Norman Rudolf war der Schnellste
Der 19-jährige Norman Rudolf ist der schnellste Riesen-Slalom-Fahrer beim Skifest des Fürstenberger Sportvereins in Eisenhüttenstadt gewesen. Er hatte mit 18,29 Sekunden sowohl im ersten Lauf als auch eine knappe Stunde später mit 16,18 Sekunden im folgenden Lauf die wenigste Zeit für die 220-Meter-Distanz benötigt. "Der erste Lauf war etwas komplizierter gesteckt, im zweiten konnte man flüssiger fahren", urteilte Rudolph, der am Eisenhüttenstädter Wintersportzentrum aufgewachsen ist. Für viele Jahre war der mehrfache brandenburgische Landesmeister in den alpinen Disziplinen für den Fürstenberger SV gestartet. Mittlerweile ist er Mitglied des TV Lübben. Wettkampfpraxis sammelt er auch bei bundesweiten DSV-Rennen im Mittelgebirge. "Man braucht gute Ski-Kanten heute", hatte sich Norman Rudolf zu den Wettkampfbedingungen geäußert. Die aufgrund des Regens vereiste Fläche hatte sowohl an die Wettkämpfer als auch an die Zuschauer hohe Anforderungen gestellt. Neben der Wettkampfstrecke hatten sich auch die Zufahrtswege in eine spiegelglatte Bahn verwandelt. Daher hatte Organisationsleiter Hellfried Mieck den Wettbewerb um eine halbe Stunde verschoben. Die 27 Starter sind von etwa 250 Zuschauern applaudiert worden. Unter ihnen war der 64-jährige Ullrich Haschenz aus Lübben, der im Sommer sportlich in erster Linie auf dem Rennrad unterwegs ist. Gekommen war er mit seinen Neffen und Enkeln, unter ihnen den Nachwuchs-Landesmeisterinnen Johanna und Amelie Bock. "Für mich zählt nur das Mitmachen. Bei dem heutigen Material sollte die vereiste Flächen kein Problem sein", erklärte er. In der Männer-Klasse ließ er noch zwei wesentlich jüngere Konkurrenten hinter sich.
Jüngster Starter war der sechsjährige Ben Awe, der sich in einer flüssigen Fahrt schon ziemlich geschickt um die zehn Stangen wand. Natürlich kam er schon aufgrund seines geringen Gewichtes nicht auf die Geschwindigkeiten wie die meisten Mitstreiter. Unter ihnen war Papa Kay Awe, im Sommer-Endurofahrer auf dem Motorrad und Oma Gabriele (60), die jedoch wesentlich mehr Zeit benötigte als ihr Enkel. Doch um Teilnehmern wie Gabriele Awe und auch Daniela Giesler (38), die mit Mann Marco (38) und Filius Tom (10) startete, einen halbwegs komplikationslosen Lauf zu ermöglichen, hatten die Organisatoren die Tore großzügig gesteckt. Während es im ersten Lauf noch einige Strauchler gab, fuhren beim zweiten Mal auf dem nun auch etwas weicheren Untergrund die 27 Starter zügig durch. Mit einer einzigen Ausnahme waren sie alle schneller, doch auch die Zeitdifferenzen zwischen den Besten fielen nunmehr geringer aus. Hin und wieder musste ein Starter ein drittes Mal den Hang runter, da mitunter die Zeitmess-Anlage einen Aussetzer hatte. Doch das dürfte die Akteure noch am wenigsten gestört haben, zumal der Seilaufzug sie wieder bequem nach oben brachte.
Kommentar:
Für einen ambitionierten Wintersportler klingen diese Daten nicht gerade eindrucksvoll, die der Organisationsleiter des Eisenhüttenstädter Skisportfestes Hellfried Mieck am Sonntag zur Eröffnung durchgab. Zu bewältigen waren zwei Riesenslalom-Läufe von jeweils etwa 220 m Länge. Dabei hatten die 27 Starter einen Höhenunterschied von 34 Metern überwunden. Der Präsident des Landes-Skiverbandes Rudi Tenner ließ es sich nicht nehmen, selbst einige Worte an die Starter zu richten: Zwar habe Bad Freienwalde mit seinen Schanzen den Eisenhüttenstädtern hinsichtlich der breitensportlichen Wirkung den Rang abgelaufen, doch für seine Sportart sei das vom Fürstenberger SV und der Stadtverwaltung betreute Wintersportzentrumweiterhin äußerst wichtig. So freute er sich, dass immerhin bis zu etwa 250 Zuschauer, unter ihnen der Eisenhüttenstädter Bürgermeister Rainer Werner, den beiden Läufen beiwohnten.
Hagen Bernard (moz)
Ergebnisse
- Frauen:
1. Jana Mehlhose (Fürstenberger SV) 45,86 s 2. Daniela Giesler (Frankfurt) 56,19 s 3. Gabriele Awe (Eisenhüttenstadt) 1:24,15 min
- Männer:
1. Ingo Selbitz (TV Lübben) 35,93 s, 2. Marcel Rudolf (TV Lübben) 36,35 s 3. Rüdiger Rudolf (Eisenhüttenstadt) 37,73 s 4. Jörg Karras (TV Lübben) 41,02 s 5. Marco Giesler (Frankfurt) 42,69 s 6. Nico Jäger (Berlin) 43,52 s 7. Kai Awe (Eisenhüttenstadt) 44,35 s 8. Enrico Jesussek (Fürstenberger SV) 45,29 s 9. Ullrich Haschenz (TV Lübben) 50,66 s 10. Philip Sauerstein (Eisenhüttenstadt) 50,71 s 11. Guido Helbig (Eisenhüttenstadt) 51,80 s 12. Tommy Bensch (Groß Lindow) 55,27 s
- Jugend (16-20 Jahre):
1. Norman Rudolf (TV Lübben) 34,47 s
- weibliche Schüler (11-15 Jahre):
1. Johanna Bock (TV Lübben) 45,52 s 2. Anne Schlenther (Eisenhüttenstadt) 47,09 s
- männliche Schüler (11-15 Jahre):
1. Tom Giesler (Frankfurt) 48,32 s 2. Niclas Ziegelmann (Fürstenberger SV) 1:10,09 min
- weibliche Schüler (7-10 Jahre):
1. Amelie Bock (TV Lübben) 48,54 s 2. Kim Awe (Eisenhüttenstadt) 57,82 s 3. Aleksandra Kaliciak 1:00,47 min 4. Charlotte Wierer (TV Lübben) 1:02,73 min
- männliche Schüler (7-10 Jahre):
1. Julius Mehlhose (Fürstenberger SV) 54,23 s 2. Johannes Krüger (Fürstenberger SV) 54,51 s 3. Ben Awe (Eisenhüttenstadt) 57,56 min .
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