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Skirollerlauflauf
18. Landesmeisterschaft Skiroller Freistil und Sprint am 16.09.2007
Zur 18. Skiroller-Landesmeisterschaft hatte der Ladesskiverband Brandenburg ins Lausitzer Seenland nach Kleinkoschen eingeladen. 85 Starter aus Brandenburg und Sachsen gingen in den Disziplinen Freistil und Sprint auf einer Lang- und Kurzstrecke an den Start. Lediglich 23 Starter aus den brandenburgischen Skivereinen kämpften um die Landesmeistertitel, wobei lediglich das Ski- & Skate Team Senftenberg (16) und der Skiclub Cottbus (4) eine Mannschaft stellte. Der LSC Großkoschen war mit 2 Starten und der SWV Lauchhammer mit einem Starter vertreten. Den großen Rest des Starterfeldes bildeten die Mannschaften aus 7 sächsischen Skivereinen. Wie schon erwartet, wurden die schnellsten Zeiten von den sächsischen Skifreunden erbracht. Mit 31 km/h war der 19-jährige Sten Kaiser von der SG Klotsche der Schnellste auf seiner Laufstrecke. Er gewann den 17km Lauf mit einer Zeit von 33:28 min. Lediglich Jens Holzbecher und der 16-jährige Alexander Gadow (alle SG Klotsche) konnten in der Spitzengruppe mithalten und blieben ebenfalls knapp über 30 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.
Auf der 12,5km Strecke gingen die Junioren und Senioren an den Start. Faforit war der ehemalige Skiroller-Weltcupgewinner Lutz Kaiser aus Dresden. Er gewann den Lauf in 26:05 min, gefolgt von Roland Geissler vom SWV Lauchhammer mit 26:38 min. Im nachfolgen Feld konnten sich fast alle Senioren vor den Juniorinnen behaupten. Auf den Strecken zwischen 4,5 und 7,5km gingen hauptsächlich Kinder und Jugendliche an den Start. Hierbei bewies der 15-jährige Philipp Ficker vom SSV Geyer sein Ausnahmetalent. Er abslolvierte die 7,5 km Strecke in 16:52 min, was ebenfalls einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h entsprach. Im starken Verfolgerfeld der sächsischen Skiskater konnte sich die Brandenburgerin Julia Kuka vom Ski- & Skate Team Senftenberg durchsetzen und kam mit einer Zeit von 17:36 ins Ziel.
Auf den 4,5 und 6,0km Strecken zeigten die Kinder die Ergebnisse ihres fleißigen Trainings. Auffällig war die schon fast perfekte Skiroller-Skatetechnik die den Kindern von der SG Klotsche. Hier zeigt sich das hohe Niveau, das durch die Trainer in Sachsen erreicht wird. Mit Lutz Kaiser und Wolfgang Bartel sind nur zwei genannt, die sich dieser Aufgabe stellen. Aus den Vereinen aus dem Osterzgebirge sind schon manche Skistars im Langlauf und Biathlon gekommen, wie z.Bsp. ein Rene Sommerfeld (Zittau) oder ein Michael Rösch (Altenberg). Die Organisatoren Erhard Rolle und Erhard Sponner boten mit ihrem Kampfrichterteam bei bestem Sonnenwetter einen perfekten Wettkampf auf den Wegen des Sedlitzer Sees. Durch den neuen Einsatz der perfekten Zeitmeßtechnik durch das Team vom RLV Hohenbocka bekam die Meisterschaft eine deutliche Qulitätsverbesserung. Die Siegerehrung konnte umgehend nach dem letzten Lauf mit fertigen Ergebnislisten und Urkunden durchgeführt werden.
Kommentar:
Der Landesskiverband Brandenburg ist sicher schon ein ungewöhnlicher Wintersportverband, zumal es in Brandenburg kaum Berge und Schnee gibt. Da haben es die Sachsen schon besser. Und genau aus diesem Grund ist uns die Zusammenarbeit mit den sächsischen Skivereinen wichtig.
In den brandenburgischen Skivereinen nimmt der Rollsport immer mehr an Bedeutung zu, um ein regelmäßiges Training absolvieren zu können. Ruhige Rad- und Skaterwege auf dem Flämingskate, im Lausitzer Seenland oder im Spreewald bieten beste Trainingsmöglichkeiten. Seit nun schon 18 Jahren wird der Skirollersport mit Wettkampfambitionen in der Lausitz betrieben. Inzwischen hat sich der Trendsport Nordic Blading aus der Inlineskaterszene etabliert, der inzwischen auch Wettkampfcharakter angenommen hat. Bei der 18. Brandenburgischen Landesmeisterschaft wurden erstmals beide Sportartarten mit Erfolg gestartet. Aus diesem nordischen Trendsport werden sich neue Skisportfreunde entwickeln, sozusagen Seiteneinsteiger im Wintersport: Wenngleich in den sächsischen Skivereinen im Winter durchweg im Schnee trainiert werden kann, ist es deren Skisportfreunden auch wichtig, im Sommer stetig auf Skirollern zu trainieren. Um ihren Trainingsstand unter Wettkampfbedingungen zu messen, folgen sie gern jeder Einladung in die Lausitz mit starken Mannschaften. Daß sie dabei meist mit den besseren Leistungen aufwarten können, stört der brandenburgischen Konkurenz weniger. Man betrachtet es mehr als Erfahrungsaustausch. Umso stolzer sind die Brandenburger, wenn sie mit ihren Leistungen den Spitzenläufern Paroli bieten können. Julia Kuka vom Ski- & Skate Team Senftenberg und Roland Geissler vom SWV Lauchhammer können das bestätigen.
 Lutz Kaiser und Wolfgang Bartel aus Dresden lassen keine Gelegenheit aus, mit ihrer Mannschaft zu gemeinsamen Wettkämpfen nach Sedlitz, Senftenberg oder Cottbus zu reisen. Wärend sie als Clubtrainer das Abschneiden ihrer Schützlinge verfolgen, gehen sie natürlich auch selbst an den Start. Es gibt nur wenige im Nachwuchsbereich, von denen sie sich schlagen lassen. Wer seit nunmehr 45 Jahren Skisport betreibt, kann die besten Erfahrungen an den Nachwuchs weitergeben. Gemeinsam mit dem Jugendtrainer Jens Holzbecher trainieren sie ihren Nachwuchs im Skilanglauf, Biathlon und auf Skiroller. Hierbei bewältigen sie ein hohes Trainingspensum, 3x in der Woche Vereinstraining und an vielen Wochenenden fahren sie zu den Wettkämpfen. Sie sind die eigentlichen Väter unser Skistars und die, die noch kommen werden. Lutz Kaiser, selbst ehemaliger Weltcupsieger im Skirollerlauf nutzt derzeitig jede Möglichkeit, um sich auf die Senioren-Weltmeisterschaft im Skilanglauf vorzubereiten. Wolfgang Bartel ist ebenfalls bei vielen deutschen Skiroller- und Skilanglaufwettkämpfen anzutreffen. Neben der Skatingtechnik im Skilauf ist es ihnen auch wichtig, die klassische Skitechnik nicht in Vergessenheit zu geraten. Im Winter trifft man sich wieder zur Brandenburgischen Landesmeisterschaft im Skilanglauf in Zinnwald/Altenberg auf dem Kahleberg. Viele sächsische Gaststarter werden wieder dabei sein und zum guten Gelingen der Meisterschaft beitragen. Die brandenburgischen Starter werden wieder versuchen, den Abstand zu Konkurenz gering zu halten.
Gert Poppe
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